szmmctag

  • Das infernalische Zombie-Spinnen-Massaker – David Wong

    Audible, ungekürzt, Fantasy, gelesen von Martin Baltscheit

    :DD:DD:DD

    Da wird die Geschichte als großer Spaß verkauft, und ja, ich habe gelacht. Aber nicht nur. Zwischendurch geht es durchaus um sehr ernste Dinge, und weil das so ist, finde ich dieses Hörbuch noch besser, als wenn es nur ‚lustig’ zugegangen wäre.
    Und ja, manche Szenen sind wirklich grenzwertig ekelig. Aber das erwartet man doch bei dem Titel und wer sich darüber beschwert, nun, dem ist nicht zu helfen.

    Was mich aber so richtig überzeugt hat, war Martin Baltscheit.
    Was für ein Vorleser!!!! Unglaublich, was er mit seiner Stimme anstellt – wobei ich den Verdacht habe, seine ganz eigene hört man nur am Schluss. Ansonsten bietet er Alles auf, was Atmosphäre und Charakter schafft. Von quitschig-grell bis leise-liebevoll deckt er ab, was gerade gefordert wird und macht aus einem eventuell eher durchschnittlichen Buch ein Kopfkino vom Allerfeinsten. Besonders die Szenen mit Amy sind einfach nur genial und machen aus dem Ich-Erzähler, der meist ein ganz klein wenig überdreht rüberkommt, eine geradezu romantische Figur.

    Fazit?
    Ein rundum gelungenes Hörbuch, das mir kurzweilige Stunden beschert hat. Und einen neuen Lieblingsvorleser!

  • Ghostdater – Sebastian Schnoy

    Taschenbuch, Humor

    :DD:DD
    (4 Sterne)

    Es ist ein sehr dünnes Buch, gerade mal etwa 230 Seiten, und damit durchaus geeignet, mal so in einem Rutsch gelesen zu werden. Dazu passt auch der Inhalt, der wirklich was von Urlaubs-Literatur hat.
    Zwei Männer und zwei Frauen, ein bisschen hin und her, ein Happy End.
    Wobei, so ganz stimmt das nicht, denn irgendwie lässt das Ende auf mehr hoffen.

    Stilistisch ist dieses Buch eher einfach gestrickt, lässt sich aber gut lesen, hat also keine Einbrüche oder Kanten. Insgesamt gelungen.

    Nun aber etwas Kritik: Dieses Buch machte auf mich einen etwas unfertigen Eindruck, es fehlt die Tiefe. Die Charaktere bleiben, wohl auch wegen der kurzen Form, ein wenig blass. Dafür wird sehr viel Wert auf die ‚Liebesszenen’ gelegt, die mir irgendwie fehl am Platze vorkamen. Es ist, als hätte ein Mann versucht, einen Liebesroman wie eine Frau zu schreiben. Das geht natürlich, aber das Genre ‚Männerhumor’ ist da ein wenig anders gestrickt. Wäre rundrum mehr Text gewesen, hätte es meiner Meinung nach besser funktioniert. So sind es für mich nur seltsame Momente, die eher irritieren.

    Fazit?
    Netter Roman, dem mir ein wenig Dreidimensionalität fehlt. Aber das lässt sich bestimmt noch in einem zweiten Teil nachholen.

  • Die Jägerin (Zeitsplitter 1) – Cristin Terrill

    Gebundene Ausgabe, Zeitreise

    :DD:DD:DD
    (5 Sterne)

    Das ist wirklich ein WOW-Buch!
    Natürlich bin ich ein wenig voreingenommen, schließlich mag ich das Thema ‚Zeitreise’ einfach und verschlinge solche Bücher immer voller Begeisterung.

    Aber dieses hier ist ein bisschen anders, und damit schon überzeugend. Vorallem, weil es mir einfach gefällt, wie Cristin Terrill den Aufbau konstruiert hat. Zwei Sichtweisen, abwechselnd, die den Leser, also mich, an die Handlung heranführt. Dazu noch die Idee der Zeitstränge und ihre Möglichkeiten, logisch und nachvollziehbar, wo andere sich ganz schön verzettelt hätten. Diese Autorin nicht, sie beherrscht die Handlung einfach. An irgendeiner Stelle hat sich mein Gehirn beinahe ausgeschaltet, da die ‚Logik’ nicht so richtig nachvollziehbar war – ist sie dann aber doch. Alles ist gut.

    Mit dem Stil hatte ich ein wenig zu kämpfen, weil ich diesmal große Probleme mit der verwendeten Gegenwartsform hatte, darüber bin ich immer wieder gestolpert, schade, aber zum Glück ist das der einzige Wermutstropfen.

    Was also zeichnet dieses Buch außer dem Bedienen meiner Vorliebe für Zeitreisen aus?
    Es ist unglaublich spannend! Oft überschlagen sich die Ereignisse und ich habe geradezu mitgefiebert. Ein Buch also, das ich nicht aus der Hand legen konnte und es am liebsten in einem Rutsch gelesen hätte.
    Und die Liebesgeschichte ist so richtig schon bittersüß und damit auch ganz nach meinem Geschmack. Keine rosafarbene Zuckerwatte, sondern nachvollziehbare tiefe Gefühle. Das wird an einer Stelle so dramatisch, dass ich, doch eher Zyniker, beinahe Tränen in den Augen gehabt hätte.

    Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, dass es eine Fortsetzung geben soll, für mich ist dieses Buch eine in sich abgeschlossene Sache, die nichts derartiges benötigt.

    Fazit?
    Ein tolles Buch, das genau meinen Geschmack trifft.

  • Nr. 13 – Laura Wulff

    E-Book, Thriller

    :DD:DD(:DD)
    (4,5 Sterne)

    Leider ist ‚Nr. 13’ bereits der zweite Teil der Zucker-Reihe, was ich irgendwie verdrängt habe – um es dann zu bedauern. Denn obwohl man diesen Teil auch völlig unabhängig lesen kann, hätte ich gerne gewusst, ‚wie Alles begann’.

    Als Thriller ist dieses Buch durchaus als gut zu bewerten, das ganze Konstrukt ist sehr gut, die beschriebenen Szenen gehen durchaus unter die Haut. Die Spannung wird quasi von Anfang an gehalten und steigert sich gegen Ende. Das hat mir sehr gut gefallen.
    Auch sind die Protagonisten sehr lebendig und als Charaktere vielschichtig.
    Richtig gut fand ich die Dialoge, da Laura Wulff immer wieder die Handlungen beschreibt. Da sitzen sich nicht einfach zwei Personen gegenüber und reden, nein, sie bewegen sich sogar. Das ist gut, um die Situation als lebendig zu empfinden. Und mit ihr die Personen. Die einem deshalb auch mehr in ihrer Tiefe näher kommen.

    Stilistisch war ich ein wenig enttäuscht. Allzu simpel kommt der Text daher, die Sache mit dem Genitiv, nun, lassen wir das. Auch wiederholt sich so manches, besonders ‚nervig’ fand ich die verschiedenen Begriffe für den Rollstuhl, die sich gerade am Anfang einfach ablösen und damit ein wenig über das Ziel hinaus schießen. Da wird aus selbstironisch schnell langweilig. Auch wird es mir zuweilen ein wenig zu betulich, ein Problem, das ich in letzter Zeit des Öfteren hatte.
    Allerdings muss ich sagen, dass mich der Stil nicht davon abhalten würde, weitere Teile dieser Reihe zu lesen. Erstens, weil das Zucker-Ehepaar und auch einige Andere einfach toll sind, und zweitens, weil mich ‚Nr. 13’ inhaltlich absolut überzeugend ist.

    Fazit?
    Ein richtig guter Thriller mit tollen Protagonisten.

    Ich danke dotbooks für das Rezensionsexemplar!

  • Moin – Richard Fasten

    Taschenbuch, Krimi

    :DD:DD:DD
    (5 Sterne)

    Das Cover ist irritierend, da weder ein Rettungsring noch ein Mops im gesamten Buch auftaucht. Was allerdings auftaucht, hätte man einfach nicht ohne weiteres auf ein Cover drucken können, von daher kann ich das verzeihen.

    Ein so genannter Regionalkrimi lebt ausnahmslos davon, dass die Typen in ihm irgendwie einer Region zugeordnet werden sollten, und damit gewisse Vorurteile bedient werden.
    Allerdings ist davon in ‚Moin’ nicht allzu viel zu merken, denn die Leute sind einfach nur durchgeknallt und völlig meschugge – und damit könnten sie sonst wo leben.
    Der Erzählstil ist so flapsig-humorig und lebt von Wiederholungen, die mich irgendwann ganz dezent genervt haben, dann aber auch wieder lustig waren, da das Bild einfach stimmig ist.
    Ja, diese Geschichte ist ein großer Klamauk, der mit viel Wortwitz aufwarten kann.
    Und dadurch werden auch die Charaktere zu sehr dreidimensionalen Figuren, die einem, ja, ich gebe es zu, so richtig ans Herz wachsen können.

    Richtig beeindruckt hat mich jedoch der Stimmungswechsel gegen Ende, bei dem aus der ‚Blödelei’ so großer Ernst wird, dass ich gebannt war. Das hat mir gefallen und das Buch aufgewertet hat, jedenfalls in meinen Augen. Erstaunlich, wie es Richard Fasten gelingt, diese 180°-Wendung zu meistern, ohne dabei unglaubwürdig zu sein. Im Gegenteil hatte ich fast das Gefühl, hier endlich dem Ich-Erzähler ein wenig mehr auf den Grund gehen zu können, der hier noch menschlicher wird, als er es ohnehin schon ist.

    Aber keine Angst, das Buch ist dennoch kein tiefschürfender Psycho-Thriller, er ist und bleibt ein Buch voller abstruser Gestalten, einer absurden Story und ein wenig Lokalkolorit, eingebettet in einen durchaus spannenden Krimi mit einem in mehr als einer Hinsicht spannenden Ende.

    Fazit?
    Ich hatte mich zurecht auf dieses Buch gefreut!

    Ich danke bloggdeinbuch und dem Ullstein-Verlag für das Rezensionsexemplar!
    Bestellt werden kann es auch hier

Über mich

Meine Bücherwunschliste

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.