szmmctag

  • Tindalos – John Lindqvist

    Audible, ungekürzt, Thriller, gelesen von Daniela Reidies

    :DD
    (3 Sterne)

    Die Geschichte in diesem Hörbuch zu finden, ist eine schwierige Angelegenheit.
    Soweit ich das beurteilen kann, ist ‚Tindalos’ typisch skandinavisch, was meint, dass viel Wert auf die psychologischen Hintergründe gelegt wird, um dann eine Geschichte darauf aufzubauen. Und die ist durchaus interessant und erinnerte mich ein wenig an Wolfgang Hohlbein.

    Aber wer um Himmels Willen hat Daniela Reidies als Vorleserin ausgewählt?
    Sie liest einfach grottenschlecht.
    Unsauber, einfältig und mit Sprachfehler zerstört sie ‚Tindalos’ und hinterlässt ein wirklich schlimmes Gefühl in meinen Ohren und meinem Bücherherz. Und das hat das Buch nicht verdient.

    Fazit?
    Lieber selbst lesen, dann hat man eine solide Geschichte.

  • Das Spiel der Spiele (Wild Cards 1) – George R. R. Martin (Hrsg.)

    Klappbroschur, Fantasy

    :DD:DD:DD
    (5Sterne)

    Die Idee
    Jemand hat eine Idee für eine Geschichte und setzt sich mit Autoren zusammen, um diese zu schreiben – so oder so ähnlich ist es wohl geschehen, denn neben George R. R. Martin haben an diesem Buch noch einige andere Autoren gearbeitet.
    So etwas kann gewaltig in die Hose gehen, ist es in diesem Fall jedoch nicht.

    Die Handlung
    Manche Menschen sind anders.
    Um das zu beweisen und auszuschlachten, startet eine Art ‚Big Brother’ und ein bunter Haufen versammelt sich, um der Welt zu beweisen, wie anders sie sind.
    Doch zeigen sich ihre wahren Fähigkeiten an einem ganz anderen Ort.

    Die Verwirrung
    Meine Güte, diese Vielzahl von Charakteren hat mich sehr verwirrt. Es gibt zwar eine kleine Auflistung, aber so richtig auseinanderhalten konnte ich die Protagonisten erst gegen Ende. Da sind dann aber auch nicht mehr alle dabei.

    Die Politik
    Unerwartet kritisch fand ich dieses Buch. Nicht nur gegenüber ‚Hollywood’, sondern auch gegenüber Geschehnissen, die leider allgegenwärtig sind. Oberflächlich betrachtet wird hier viel schwarz-weiß gemalt (das Feindbild ist klar), allerdings gibt es einen großen Knackpunkt in der Geschichte, den der Leser nicht außer Acht lassen sollte, bevor er auf irgendwelche Barrikaden geht. Denn wie im richtigen Leben hängen auch in ‚Wild Cards’ Alles irgendwie zusammen und es gibt immer irgendwelche Leute, die meinen, andere vor ihren Karren spannen zu dürfen. Und sich dann wundern, wenn diese in eine andere Richtung gehen.

    Meine Meinung
    Mir hat die Einbindung des Phantastischen in die (mehr oder weniger) reale Welt sehr gut gefallen. Auch die unterschiedlichen Perspektiven fand ich gut. Hier ‚toben’ sich die einzelnen Autoren an und mit ihren Protagonisten aus und werfen immer auch ein anderes Licht auf das, was geschieht.
    Beeindruckt hat mich allerdings die Flüssigkeit des Erzählens. Es wirkt wie aus einem Guss, ist stimmig und es gibt keine stilistischen Unterschiede. Nun ja, eine Abweichung gibt es schon, was mich aber nicht weiter gestört hat. Nein, insgesamt ist es eine qualitativ hochwertige Angelegenheit, die sich gut lesen lässt und Lust auf mehr macht.
    Hierbei kommt natürlich der Inhalt (die Guten retten die Welt) dem Leser entgegen. Davon will ich mehr lesen.
    Zumal die Charaktere auch voller Ecken und Kanten sind und sich da noch einiges entwickeln kann.

    Fazit?
    Ein sehr phantasievolles Werk, voller guter Ansätze, die so richtig Lust auf mehr machen.

    Ich danke dem Penhaligon Verlag für das Rezensionsexemplar.

  • Das Pocket-Book der Mayerschen Buchhandlung im Test

    E-Book-Reader gibt es ja nun einige und oftmals stellt sich die Frage, welche denn der ‚Richtige’ ist.
    Von der Ausstattung her, so sollte man meinen, gibt es inzwischen wenig Unterschiede. Alle sind klein, handlich, leicht, die meisten verfügen über zuschaltbare Hintergrundbeleuchtung und Touchscreen.

    Doch was ist mit dem Format?
    Nein, kein Thema für mich.
    Da ich kindle-technisch sehr gut ausgestattet bin, ‚brauchte’ ich einen Reader für epub – so einfach kann es sein!
    Und dabei war für mich eines wichtig: Ich brauche Tasten zum Blättern.
    Und ich brauchte den Reader schnell und relativ günstig.

    Mit Kultkarte kostet das Pocket-Book 99 Euro. Das ist nicht unbedingt billig, fand ich aber ok, zumal ich ihn mir vorher anschauen konnte. Und gleich mitnehmen.

    Allerdings, hier muss ich mal ein wenig meckern.
    Die anwesende Fachkraft war nur soweit kompetent, dass sie mir eine Visitenkarte geben konnte, auf die sie den Namen der Kollegin schrieb, die sich mit den Readern auskennt. Diese sei momentan aber im Urlaub.
    Zurückgeben, sollte ich Probleme haben, ginge leider auch nicht. Rücknahme nur bei technischen Defekten.
    Wäre ich also auf dem Weg in den Urlaub gewesen, und es hätten sich Probleme ergeben, immerhin war die Bedienungsanleitung auch nicht sooo toll, dann hätte ich mich so richtig geärgert.
    Und es gibt den Reader zwar in schwarz und in weiß, vor Ort gab es aber nur die schwarze Variante, die weiße hätte bestellt werden müssen. Nein, die örtliche Filiale hat sich nicht mit Ruhm bekleckert.
    Denn was Kundenservice betrifft, da bin ich anderes gewöhnt.

    Egal, ich bin ja zum Glück technisch nicht völlig minderbemittelt, also ab nach Hause und das Gerät an die Steckdose. Und nein, es gibt nur ein Ladekabel, keinen Stecker. Da war doch mal ein Riesenaufstand bei einem anderen Anbieter, oder? Tja, andere kochen auch nur mit Wasser.
    Dann, als der Akku voll war, habe ich die Einstellungen vorgenommen und ein paar Rezensionsexemplare auf den Reader geladen, die ich direkt über den Browser runterladen konnte beziehungsweise auf dem Rechner hatte. W-Lan funktioniert gut und der Browser erfüllt seinen Zweck.

    Nun aber endlich zum Wichtigsten: Das Lesen!
    Und hier gab es gleich ein wenig Verwirrung, denn das Einstellen der Schriftgröße ist ein wenig fummelig und nicht so einfach, wie ich das gewöhnt bin. Hat mich geärgert. Ehrlich.
    Irgendwann funktionierte es und dann hat mich der Reader endlich überzeugt.
    Leicht in der Hand, gutes Bild, Licht kann man komplett ausschalten (spart Akku) oder benutzen (es wurde immer dunkler draußen auf der Terrasse, das Buch war aber noch nicht durch), das Umblättern mit Tasten ist wunderbar!

    Der Akku hält, je nach Benutzung, also Einstellung der Hintergrundbeleuchtung und online-Zeit, lange, man kann mehrere Bücher lesen, ohne aufzuladen und muss auch nicht ständig damit rechnen, plötzlich ‚keinen Saft’ mehr zu haben. Das ist zum Glück inzwischen Standard und sehr schön. Mit Grausen erinnere ich mich da an meinen ‚Trekstor’, dessen Akkuladung oft nicht einmal für ein Buch reichte.

    Fazit?
    Ein handlicher, anfangs etwas problematischer Reader, der seinen Zweck, wenn es um das Lesen geht, vollkommen zu meiner Zufriedenheit erfüllt. Da er mehr nicht machen muss, bin ich fast mit dem Rest versöhnt.

    Hinweis: Ich habe noch keine Bücher direkt, online, bei der Mayerschen oder einem anderen Anbieter mit dem Gerät gekauft, einfach, weil mein SuB sehr hoch ist. Ob ich das in Zukunft machen werde, bezweifel ich allerdings, da ich mit einem anderen Anbieter sehr zufrieden bin und dort bereits ein gut funktionierendes Konto habe. Ich kann also keine Auskunft darüber geben, wie das funktioniert.

  • Das ist nicht wahr, oder? – Jenny Lawson

    audible, ungekürzt, Roman, gelesen von Svantje Wascher

    :DD:DD:DD
    (5 Sterne)

    Ja, ich habe mich vom Cover, von den ersten Sätzen der Inhaltsangabe und der Hörprobe zum Kauf verleiten lassen. Und ja, ich hatte etwas ganz anderes erwartet!
    Nun gut, das passiert mir öfter, da muss ich dann durch und unterhaltsam war sie, diese Sammlung absurder Situationen und haarsträubender Anekdoten. Also grinste ich beim Hören erheitert vor mich hin und fühlte mich gut unterhalten.
    Doch dann kamen zwei Kapitel, die mich geradezu umgehauen haben. Eines war sehr traurig. Und das andere hatte folgenden Effekt auf mich: Nanu, beschreibt da jemand mich?
    Ja, ich musste tief durchatmen, weil es so treffend beschreibt, für das ich bislang keine Worte hatte. Das Gefühl, endlich verstanden zu werden, hat mich sehr berührt und macht dieses Buch, abseits von Absurdität und Slapstick, sehr wertvoll für mich.
    Oder, um es auf den Punkt zu bringen: Wer an einer Angststörung und/oder Persönlichkeitsstörung leidet, der wird über dieses Buch anders lachen als die ‚Normalos’.

    Jenny Lawson schreibt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, und wie sie es wohl auch seit Jahren auf ihrem Blog tut. Das ist erfrischend und sehr unterhaltsam.

    Svantje Wascher liest eintönig.
    Kann ich das so stehen lassen?
    Nein, natürlich nicht.
    Sie liest teilweise sehr emotionslos und das erschwert das Hören. Allerdings ist es angemessen. Denn die Geschichten sind schon ‚wild’ genug, da braucht es keinen Hamster auf Speed, der sie vorliest.
    Und sie liest professionell und gut.

    Fazit?
    Bestimmte Auszüge sollten Pflichtlektüre sein, für Betroffene und Angehörige. Insgesamt eine unterhaltsame Angelegenheit mit einem gehörigen Schuss Absurdität.

  • Der Bastard von Tolosa – Ulf Schiewe

    audible, ungekürzt, historischer Roman, gelesen von Reinhard Kuhnert

    :DD:DD(:DD)
    (4,5 Sterne)

    Dieses Hörbuch hat mich einige Tage begleitet, aber so gehört es sich auch für einen historischen Roman, die sind halt meist etwas länger. Weil sie einfach auch die Zeit brauchen, um die richtige Stimmung aufzubauen!?

    Ulf Schiewe bedient sich einiger Klischees, um die Geschichte rund um und nach dem ersten Kreuzzug zu erzählen.
    Da ist der ältere Mann, der als Augenzeuge einem jungen ‚Schreiber’ erzählt. Da gibt es Intrigen und historische Geschehnisse. Und das pralle, mittelalterliche Leben mit allem, was man als ‚moderner’ Mensch erwartet: Gestank, Gräuel, Elend, Armut, Reichtum und die Vielfalt der ‚Welt’.
    Und natürlich verwirren die ganzen Namen, Orte und überhaupt. Aber es entwirrt sich und ich konnte der Handlung durchaus folgen, vor allem durch die anschaulichen Beschreibungen der einzelnen Personen.

    Leider wiederholt sich Geschichte immer wieder, sodass ich mich, wenn ich mich auch dagegen mit Händen und Füßen wehrte, doch sehr an aktuelle Geschehnisse erinnert fühlte.

    Stilistisch erzählt Ulf Schiewe mit einem guten Niveau, es gibt keine Einbrüche und fällt auch nicht weiter auf. Hier geht es um die Handlung, nicht um stilistische Höchstleistungen.

    Reinhard Kuhnert liest sehr gut, schauspielert dezent und verstärkt so manche humorige Einlage. Auf der anderen Seite versteht er es, einige Ereignisse sehr eindringlich vorzutragen und erstärkt so den Eindruck. War schon heftig damals. (Damals?)

    Fazit?
    Ein historischer Roman, der gut recherchiert daherkommt und die Vergangenheit sehr plastisch beschreibt.

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